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VanLogic – Ausführliche Hilfe

Alles zu Fahrzeugauswahl, Bauweisen, Kollisionsprüfung, Gewicht und mehr – Schritt für Schritt erklärt.

Für alle, die mit der kurzen Hilfe in der App nicht weiterkommen. Hier wird alles in Ruhe und Schritt für Schritt erklärt – ohne Fachchinesisch, mit Beispielen.


1. Worum geht es bei VanLogic überhaupt?

VanLogic hilft dir, deinen Camper-Van-Ausbau zu planen – und vor allem: das Gewicht im Griff zu behalten.

Das ist der entscheidende Unterschied zu anderen Planungs-Tools: Bei VanLogic trägst du nicht selbst ein Gewicht für dein Möbelstück ein. Stattdessen sagst du der App nur,

Daraus berechnet die App automatisch das Gewicht. Das ist wichtig, weil sich dieses Gewicht sofort auf drei Dinge auswirkt, die bei einem Van existenziell sind:

Andere PC-Programme (es gibt aktuell keine andere App) helfen dir nur bei der Raumplanung – wo passt was hin. Das kann VanLogic auch, aber zusätzlich rechnet es im Hintergrund live mit, ob dein Van am Ende noch fahrtüchtig und sicher ist.

Merke dir diesen einen Satz: Form + Maße + Material + Bauweise → Gewicht wird automatisch berechnet → fließt sofort in Achslast, Schwerpunkt und Zuladung ein.


2. Schritt 1: Dein Fahrzeug einstellen

Bevor du irgendetwas planst, brauchst du dein Fahrzeug. Du kannst:

Diese Werte kannst du jederzeit später noch ändern (z. B. wenn du dein echtes Leergewicht von der Waage kennst – das solltest du unbedingt eintragen, sobald du es weißt, weil die App sonst mit einem Schätzwert rechnet).


3. Ausbau-Vorlagen – mit einem fertigen Plan starten

VanLogic enthält fertige Ausbau-Vorlagen: vollständige Grundriss-Entwürfe, die du mit einem Tippen laden und sofort anpassen kannst. Statt bei Null anzufangen, hast du sofort Boden, Dämmung, Wandverkleidung und eine durchdachte Möbelanordnung in deinem Fahrzeug – und alle Gewichte werden wie immer automatisch berechnet.

Gut zu wissen: Alle Objekte einer Vorlage werden automatisch auf die Maße deines eingestellten Fahrzeugs angepasst – egal ob du einen kurzen Kompakt-Van oder einen langen Kastenwagen hast.

Wo finde ich die Vorlagen?

In der Planung: Tippe auf das Menü (drei Punkte oben rechts) → „Vorlage laden". Ein Auswahl-Dialog öffnet sich mit allen Vorlagen, die zu deinem Fahrzeug passen.

Tipp: Wenn du die App frisch startest und gerade dein Fahrzeug eingestellt hast, wird dir das Vorlagen-Angebot direkt im Anschluss auf der Fahrzeugauswahl-Seite angezeigt – du kannst also sofort loslegen, ohne erst ins Planungs-Menü wechseln zu müssen.

Was steckt in einer Vorlage?

Jede Vorlage enthält mindestens:

Größe und Gewicht von Boden, Dämmung und Verkleidung werden beim Laden exakt auf dein Fahrzeug zugeschnitten – du siehst sofort realistische Gewichtswerte.

Hinweis zur Sichtbarkeit: Die Wandverkleidung ist nach dem Laden standardmäßig ausgeblendet – Boden und Dämmung sind dagegen sichtbar. Die Verkleidung ist im Plan vorhanden und wird im Gewicht berücksichtigt – aber nicht angezeigt, damit die Planungsansicht übersichtlich bleibt und du direkt die Möbelanordnung siehst. Du kannst sie jederzeit über die Objektliste (Schicht-Symbol oben rechts) ein- oder ausblenden.

Die Vorlagen im Überblick

Alle 8 Vorlagen sind Pro-Vorlagen – erkennbar am Schloss-Symbol auf der Vorlagen-Karte. Es gibt keine kostenlosen Vorlagen mehr. Du kannst sie alle ohne Einschränkung und ohne Zeitlimit kostenlos in der Testumgebung ausprobieren (siehe Kapitel 4).

Kleiner Van (bis ca. 2.800 mm Ladefläche):

Mittlerer Van (ab ca. 2.800 mm):

Großer Van (ab ca. 3.400 mm):

XL-Van (ab ca. 4.000 mm):

Welche Vorlagen werden mir angezeigt?

Nicht alle Vorlagen passen in jeden Van. Die App zeigt dir nur Vorlagen, die für dein Fahrzeug geeignet sind. Vorlagen, die für einen größeren Van ausgelegt sind, werden automatisch ausgeblendet – sie würden in deinem Van ohne Anpassungen Kollisionen verursachen.

Welche Größenklasse dein Van hat, ergibt sich aus der Ladeflächen-Länge, die du in Schritt 1 eingestellt hast:

Wenn dir weniger Vorlagen angezeigt werden als erwartet, liegt das an dieser automatischen Filterung – die App zeigt dann einen Hinweis mit der Anzahl der verfügbaren Vorlagen.

Vorlage laden – was genau passiert

Sobald du eine Vorlage bestätigst:

  1. Boden, Dämmung und Verkleidung passen sich auf deine genauen Ladeflächen-Maße an.
  2. Möbel werden so positioniert, dass sie in dein Fahrzeug passen – bei sehr kleinen Vans ggf. mit leichten Überschneidungen, die du danach manuell korrigierst.

Nach dem Laden kannst du alles ändern, verschieben, löschen oder ergänzen. Die Vorlage ist nur ein Ausgangspunkt, kein festgelegter Plan.

Wichtig: Bestehenden Plan vorher sichern

⚠️ Wenn du bereits an einem Projekt gearbeitet hast, ersetzt die Vorlage deinen aktuellen Plan unwiderruflich. Es gibt keine Möglichkeit, den alten Plan danach wiederherzustellen – außer du hast vorher eine Sicherung gemacht.

Die App zeigt dir einen Warnhinweis, bevor die Vorlage geladen wird. Du hast dann die Möglichkeit, deinen Plan zuerst als .vanlogic-Datei zu exportieren (Export erfordert Pro) – damit ist er gesichert und kann später wieder importiert werden (mehr dazu in Kapitel 12).

Wenn du noch gar nichts geplant hast (leerer Plan), erscheint keine Warnung – die Vorlage wird sofort geladen.

Pro-Objekte in Vorlagen: verschieben ja, bearbeiten mit Pro

Alle Vorlagen enthalten Baugruppen und/oder Objekte mit Pro-Materialien. Ohne aktives Pro kannst du alle Objekte frei verschieben – genauso wie deine eigenen. Der Objekt-Editor (Doppeltippen) ist für Pro-Elemente jedoch gesperrt: Maße, Material und Bauweise lassen sich erst ändern, wenn Pro aktiv ist. Im Auswahl-Dialog erkennst du diese Objekte am kleinen 🔒-Symbol vor den Aktions-Buttons.


4. Testumgebung – alle Funktionen kostenlos ausprobieren

VanLogic hat eine Testumgebung: einen speziellen Modus, in dem du alle Pro-Funktionen ohne Zeitlimit ausprobieren kannst – kostenlos, ohne irgendeine Art von Bezahlung.

Du kannst in der Testumgebung alles tun, was Pro-Nutzer auch können: Baugruppen erstellen, die 3D-Vorschau nutzen, alle Bauweisen und Materialien verwenden, Achslast und Kippgefahr prüfen, Ausbau-Vorlagen laden – alles.

Der einzige Unterschied: Dein Plan in der Testumgebung wird nicht dauerhaft gespeichert. Sobald du die App beendest, ist er weg. Das ist die bewusste Einschränkung: Ausprobieren kostenlos, Behalten mit Pro.

Wie komme ich in die Testumgebung?

Drei Wege:

  1. Menü (drei Punkte oben rechts) → „Testumgebung" – du kannst wählen, ob du mit einem leeren Plan oder mit einer Kopie deines echten Plans starten willst.
  2. Pro-Hinweis-Karte: Wenn eine Funktion normalerweise Pro erfordert, erscheint ein Info-Blatt. Dort findest du den Button „Testumgebung ausprobieren".
  3. Nach der Fahrzeugauswahl: Auf der Fahrzeugauswahl-Seite wird ein Hinweis auf die Testumgebung eingeblendet.

Was kann ich in der Testumgebung tun?

Alles, was Pro-Nutzer auch können – im Einzelnen:

Kollisionsprüfung – auch Hohlräume werden erkannt

VanLogic prüft nicht nur grob, ob sich zwei Objekte überschneiden – die Kollisionsprüfung erkennt echte Hohlräume. Steht z. B. eine Batterie oder ein Tank unter einem Bett, das auf Stützpfosten steht, prüft die App genau, ob die Technik tatsächlich im freien Raum darunter liegt oder ob sie wirklich mit einem massiven Bauteil zusammenstößt (auch dünne 80×80-mm-Pfosten zählen dabei als echtes Hindernis, wenn sie im Weg stehen).

Das bedeutet für dich: Du kannst Technik, Stauraum und Tanks so platzieren, wie es im echten Van-Ausbau üblich ist – unter Betten, in Sitzbänken, in Hochböden – ohne ständig unnötige Kollisionswarnungen zu bekommen. Diese Detailtiefe bei der Kollisionsprüfung ist ein Alleinstellungsmerkmal von VanLogic gegenüber anderen Van-Planungs-Apps, die meist nur grobe Überlappungen prüfen (oder Gewicht und Kollisionen gar nicht erst berücksichtigen).

Was bleibt eingeschränkt: Speichern als .vanlogic-Datei, Export als PDF und der Materialbericht – diese Aktionen erfordern Pro, weil sie das dauerhafte Behalten des Plans ermöglichen. Teilen (Bauplan, Statistik-Karte) ist immer frei.

Was bedeutet „temporäre Speicherung"?

Solange die App läuft, ist dein Testplan vollständig vorhanden – du kannst Objekte hinzufügen, verschieben, Vorlagen laden und alles anpassen. Der Plan überlebt auch, wenn du kurz die App in den Hintergrund schickst.

Aber: Sobald du die App komplett beendest (wischst aus dem Multitasking weg), ist der Plan verloren. Er wird bewusst nicht in der App gespeichert.

Ein gelber Banner am unteren Rand erinnert dich während der gesamten Session daran: „Testumgebung – dein Plan wird nicht gespeichert."

Zurück zu meinem echten Plan

Im Banner findest du rechts den Link „Zurück zu meinem Plan". Ein Tipp darauf bringt dich sofort wieder zu deinem echten Projekt – der Testplan bleibt dabei unberührt im Speicher, bis du die App schließt.

Wenn du die Testumgebung mit einem Plan verlässt, der schon einen gewissen Aufwand repräsentiert, fragt die App kurz nach: „Plan verwerfen?" – damit du nicht aus Versehen Stunden Arbeit verlierst.

Plan dauerhaft übernehmen

Wenn du in der Testumgebung einen Plan gebaut hast, der dir gefällt, und du ihn behalten möchtest: Hol dir Pro. Nach dem Kauf fragt die App direkt: „Deinen Testplan als Startpunkt übernehmen?" – mit einem Tipp auf „Ja, übernehmen" wird dein Testplan zum echten Plan und ist dauerhaft gespeichert.

5. Schritt 2: Die feste Fahrzeugstruktur eintragen

Bevor du Möbel planst, lohnt es sich, zuerst die festen, nicht veränderbaren Teile deines Fahrzeugs einzutragen. Das sind Dinge, die einfach da sind und die du nicht wegplanen kannst:

Diese Elemente fügst du über "+ Objekt" → "Fahrzeugstruktur" hinzu. Sie haben kein eigenes Gewicht (sie gehören ja zum Fahrzeug, das schon eingerechnet ist), aber sie blockieren Platz: Möbel, die du später dort hinlegst, werden farblich markiert (roter Rahmen), wenn sie mit der Struktur kollidieren (Pro-Funktion – erkennbar am Schloss-Symbol).

Warum zuerst die Struktur? Wenn du weißt, wo Radkasten und Schiebetür sind, planst du deine Möbel automatisch so, dass sie dort nicht im Weg sind – und ersparst dir später Korrekturen.


6. Schritt 3: Möbel und Objekte hinzufügen

Jetzt geht es an die eigentliche Planung. Über "+ Objekt" hast du drei Möglichkeiten:

a) Eigenbau

Für alles, was du selbst baust oder bauen lässt: Schränke, Betten, Sitzbänke, Regale, Arbeitsplatten. Hier legst du fest:

b) Komponente

Für fertig gekaufte Teile mit einem festen, bekannten Gewicht: Kühlschrank, Heizung, Solarladeregler, Batterie als Fertigprodukt, Wassertank. Hier trägst du einfach das Gewicht ein, das auf der Verpackung oder im Datenblatt steht – die App rechnet hier nicht selbst, weil es nichts zu berechnen gibt (das Gewicht steht ja schon fest).

Bei Tanks gibt es zusätzlich einen Füllstand-Regler (0–100 %), mit dem du durchspielen kannst, wie sich dein Schwerpunkt verändert, je nachdem ob die Tanks voll oder leer sind. Ein leerer 100-Liter-Frischwassertank wiegt fast nichts; voll wiegt er rund 100 kg – das ist besonders bei Reisebeginn (voll) vs. Heimfahrt (oft leerer) ein realistischer Unterschied. Diese Simulationsfunktion ist Pro (erkennbar am Schloss-Symbol).

Zusätzliche Einstellungen (gelten für beide, Eigenbau und Komponente):

"Liegt auf" – Montagehöhe automatisch berechnen: Jedes Objekt hat eine Montagehöhe – wie hoch die Unterkante über dem Fahrzeugboden liegt (Z-Position). Du kannst sie direkt eintippen, oder mit "Liegt auf" ein anderes Objekt als Unterlage wählen: Die App setzt die Höhe dann automatisch auf die Oberkante des gewählten Objekts. Wird die Unterlage später geändert, musst du manuell nachziehen (keine automatische Rückwirkung).

Beispiel: Kühlbox liegt auf Staukasten (Höhe 400 mm) → "liegt auf: Staukasten" auswählen → Montagehöhe wird automatisch auf 400 mm gesetzt.

Drehung: Jedes Objekt lässt sich in 4 Stufen drehen: 0°, 90°, 180°, 270°. Das ist eine horizontale Drehung um die Hochachse – so als ob du das Möbelstück auf dem Boden um sich selbst drehst. Es gibt keine Kipp-Drehung (kein "auf die Seite legen"). Alle Objekte stehen immer mit ihrer Höhe senkrecht. Was das für Türen und senkrechte Platten bedeutet, erklärt Kapitel 16 im Detail.

Hinweis zu Komponenten: Bei einer Komponente werden Form und Maße nur für die visuelle Darstellung im Fahrzeug verwendet. Das Gewicht stammt ausschließlich aus dem von dir eingetragenen festen Gewicht – die App rechnet bei Komponenten nichts aus Abmessungen hoch.

c) Baugruppen-Vorlage (Pro)

Statt ein Möbelstück von Null aufzubauen, kannst du direkt eine fertige Baugruppe aus der Bibliothek wählen. Du findest die Option im Menü unter „Baugruppen-Vorlage wählen". Mehr dazu in Kapitel 10.


7. Die Bauweisen im Detail – und wie daraus ein Gewicht wird

Das ist das Herzstück der App, deshalb hier ausführlich. Bei "Eigenbau" wählst du eine Bauweise. Stell dir bei jeder Bauweise vor, wie viel Material tatsächlich verbaut ist – denn genau danach wird gewogen: verbautes Material-Volumen × Dichte des Materials = Gewicht.

🔒 Hinweis Pro: Massivblock, Geschlossene Box und Einfache Platte sind auch in der kostenlosen Version verfügbar. Offene Box, Rahmen/Gestell (offen), Rahmen/Gestell (geschlossen), Rahmen + Beplankung, Abgeschrägte Box und Benutzerdefiniert sind Pro-Funktionen (erkennbar am Schloss-Symbol im Auswahl-Dialog).

Massivblock

Das Möbelstück ist von oben bis unten komplett mit Material gefüllt – kein Hohlraum. Stell dir einen massiven Holzklotz vor. Gewicht = das komplette Volumen (Breite × Länge × Höhe) × Dichte des Materials. Das ergibt naturgemäß das höchste Gewicht aller Bauweisen – nimm das nur, wenn das Teil wirklich komplett massiv ist (z. B. ein Massivholz-Tritt oder ein kleiner Stauklotz).

Tipp: Massivblock eignet sich auch für senkrechte Platten wie Türen oder Trennwände – mehr dazu in Kapitel 16.

Geschlossene Box

Ein Kasten mit allen sechs Seiten (Boden, Deckel, vier Wände) – wie eine geschlossene Kiste oder ein Gerätefach, das rundum verschlossen ist. Gewicht = nur das Material der Wände (Fläche aller 6 Seiten × deine eingestellte Wandstärke) × Dichte. Deutlich leichter als Massivblock, weil innen Luft ist.

Offene Box (Pro)

Wie die geschlossene Box, aber ohne Deckel – z. B. ein offenes Fach, eine offene Schublade, oder ein Schrankkorpus, bei dem die Frontseite (wo die Tür kommt) als offen gilt. Gewicht = Material von Boden + vier Wänden (eine Fläche weniger als die geschlossene Box) × Wandstärke × Dichte.

Rahmen / Gestell (offen) (Pro)

Was gemeint ist: Nur vier Eckpfosten, oben und unten durch je eine Querstrebe verbunden. Dazwischen – an den Seiten, in der Mitte – ist komplett nichts, nur Luft. In der 3D-Vorschau siehst du das auch genau so: ein durchsichtiges Gestell, durch das man seitlich hindurchsehen kann. So kannst du es dir vorstellen: wie ein Baugerüst, oder wie das nackte Beingestell eines Hockers, bevor die Sitzfläche montiert ist. Gewicht = Dichte × Volumen der vier Eckpfosten plus der oberen und unteren Querstrebe (kein Umfang × Wandstärke wie bei den anderen Bauweisen – ein offenes Gestell hat ja keine durchgehende Wand). Die Strebenstärke wird automatisch aus den Objektmaßen vorgeschlagen (genau wie im 3D-Modell), lässt sich aber über einen eigenen Regler „Strebenstärke" manuell anpassen – reale Ständerwerke sind oft schlanker als der automatische Vorschlag (z. B. 30×30 mm statt der bei größeren Möbeln oft vorgeschlagenen 55 mm). Einen allgemeinen Wandstärke-Regler gibt es hier trotzdem nicht (ein offenes Gestell hat ja keine durchgehende Wand). Das ist die leichteste Bauweise. Womit du das baust: ein schlankes Regalgestell ohne Rückwand (die eigentlichen Böden kommst du über "Fachböden" dazu), eine offene Konsole/Halterung z. B. für Fahrrad oder Kiste, ein Traggestell unter einer Arbeitsplatte, das man von der Seite durchsehen kann.

Rahmen / Gestell (geschlossen) (Pro)

Was gemeint ist: Ein massiver Umlaufrahmen aus vier durchgehenden Wänden, aber ohne Boden und ohne Deckel – innen ist Stauraum, oben und unten bleibt es offen. So kannst du es dir vorstellen: wie ein Setzkasten, ein Kistensockel oder ein Hochbeet ohne Boden – rundherum geschlossen, aber oben und unten offen. Anders als beim offenen Gestell kann man hier NICHT seitlich durchsehen. Gewicht = Umfang × Höhe × deine eingestellte Wandstärke × Dichte – genau wie bei Geschlossener/Offener Box, nur ohne Boden und ohne Deckel. Hier gibt es also, anders als beim offenen Rahmen/Gestell, einen ganz normalen Wandstärke-Regler zum manuellen Einstellen. Womit du das baust: die Seitenteile eines Bettgestells (der Rahmen, der den Lattenrost trägt), ein Kistensockel als Bett-Unterbau mit Stauraum darunter, ein umlaufender Sockelrahmen unter einem Schrank oder einer Küchenzeile.

Verwechslungsgefahr: Beide heißen "Rahmen/Gestell", meinen aber sehr unterschiedliche Konstruktionen. Offen = dünne Streben nur an den Ecken, dazwischen Luft, sehr leicht, kein Wandstärke-Regler – wie ein Baugerüst. Geschlossen = massive durchgehende Wände rundherum, spürbar schwerer, mit Wandstärke-Regler – wie ein Kistensockel. Ein Bettgestell mit soliden Seitenteilen ist fast immer geschlossen, kein offenes Gestell.

Rahmen + Beplankung (Pro)

Was gemeint ist: Ein schlankes Ständerwerk – die gleichen dünnen Streben wie beim offenen Gestell – wird rundherum mit einer dünnen Außenhaut beplankt: Boden, Deckel und alle vier Seiten sind vorhanden, aber eben dünn statt massiv. So kannst du es dir vorstellen: wie eine Trockenbau-Wand aus Holzständern mit dünnen Platten davor – oder wie die meisten Van-Ausbauer tatsächlich bauen: ein leichtes Holzgerüst, außen mit 4–6 mm Sperrholz beplankt. Gewicht = Dichte × (Volumen des Ständerwerks, Strebenstärke wie beim offenen Gestell automatisch vorgeschlagen, aber ebenso über den Regler „Strebenstärke" manuell anpassbar, plus Fläche aller Außenseiten × deine eingestellte Hautstärke). Die Hautstärke stellst du über einen eigenen Regler ein (typisch 3–8 mm dünnes Sperrholz) – unabhängig von der Strebenstärke des Ständerwerks. Für die Beplankung kannst du zusätzlich ein eigenes Material wählen (z. B. leichtes Sperrholz für die Haut, während das Ständerwerk aus stabilerem Kantholz besteht) – ohne eigene Auswahl wird dafür einfach dein Hauptmaterial verwendet. Womit du das baust: die reale Standard-Bauweise für die meisten selbstgebauten Möbelstücke im Van – Schränke, Sitzbänke, Küchenblöcke mit Holzständerwerk und dünner Beplankung, wenn dir "Geschlossene Box" (volle Wandstärke überall) zu schwer und "Rahmen/Gestell (offen)" (keine Außenhaut, nicht blickdicht) nicht passend ist.

Einfache Platte

Nur eine einzelne, liegende Fläche – ein flaches Brett oder eine Tischplatte, die flach ausgebreitet ist. Gewicht = nur die Grundfläche (Breite × Länge) × Wandstärke (= Dicke der Platte) × Dichte. Typisch für Tischplatten, Regalböden, Bodenplatten oder ein liegendes Solarpanel auf dem Dach.

Achtung: "Einfache Platte" rechnet die Fläche von oben gesehen (Breite × Länge). Für eine senkrecht stehende Platte (z. B. eine Tür) ist das falsch – dafür bitte Massivblock verwenden (siehe Kapitel 16).

Abgeschrägte Box (Pro)

Wie die geschlossene Box, aber mit einer schrägen Oberseite – praktisch für Schränke unter einer Dachschräge, damit sie oben nicht ins Dach stoßen. Du gibst zusätzlich an, wie tief die Schräge oben ist ("Dachtiefe"). Gewicht = Material aller (jetzt schrägen) Seiten, inklusive der schrägen Rückwand, × Dichte.

Benutzerdefiniert (Pro)

Für Sonderfälle, die in kein Schema passen. Du gibst direkt eine Stückzahl vor (z. B. "3 Platten"), und die App rechnet: Grundfläche × Wandstärke × Dichte × Stückzahl.

Zusätzliche Fachböden

Egal welche Bauweise (außer Massivblock und Einfache Platte): Du kannst zusätzliche Fachböden angeben. Damit sind Einlegeböden gemeint – also zusätzliche horizontale Bretter im Inneren des Möbelstücks, z. B. in einem Schrank.

Für jeden Fachboden rechnet die App ein zusätzliches Brett dazu, genau so groß wie der Grundriss des Möbelstücks (Breite × Länge). Sobald mindestens ein Fachboden gesetzt ist, erscheint ein eigener Regler "Materialstärke (Fachböden)" – die Dicke der Fachböden ist damit unabhängig von der Wand-/Strebenstärke des Hauptobjekts einstellbar (z. B. dünnere 12-mm-Böden in einem Schrank aus 18-mm-Multiplex). Standardmäßig wird dafür einfach dein Hauptmaterial verwendet, du kannst aber optional auch ein eigenes Material für die Fachböden wählen (z. B. leichteres Sperrholz für die Böden in einem Massivholz-Schrank). Wenn du also z. B. einen Schrank aus 18-mm-Multiplex baust, 2 Fachböden einträgst und deren Materialstärke auf 12 mm stellst, fügt die App 2 × (Breite × Länge × 12 mm) Multiplex (oder deines gewählten Fachboden-Materials) zum Gesamtgewicht hinzu. Das ist eine gute Näherung, auch wenn die echten Böden manchmal leicht anders dimensioniert sind.

Zusätzliche Schubladen und Klappen/Türen

Zwei weitere additive Elemente, wählbar bei Geschlossener Box, Offener Box, Rahmen + Beplankung und Abgeschrägter Box – bei den übrigen Bauweisen (Massivblock, Rahmen/Gestell offen und geschlossen, Einfache Platte, Benutzerdefiniert) sind die Regler ausgeblendet, da dort entweder kein Hohlraum oder keine sinnvolle Frontfläche existiert.

Zusätzlich sind beide Regler nur bei der Form Rechteck verfügbar – bei Zylinder und L-Form gibt es weder in der 3D-Ansicht noch bei der Gewichtsberechnung eine Schubladen-/Tür-Front, deshalb bleiben sie dort ausgeblendet.

Schubladen: Für jede Schublade rechnet die App eine eigene kleine Box dazu (Front, Boden, zwei Seiten, Rückwand, in deiner eingestellten Wandstärke) – wie eine echte, eingeschobene Schublade. Je mehr Schubladen du einträgst, desto feiner unterteilt sich die Innenhöhe; das Gewicht der Fronten/Seiten bleibt dabei ungefähr gleich, nur die Böden (jede Schublade braucht ihren eigenen) kommen anteilig dazu. Für den Boden wird dabei höchstens eine realistische Einzelschubladen-Breite von 90 cm angesetzt, nicht die volle Möbelbreite – wichtig, wenn du z. B. eine ganze, mehrere Meter lange Küchenzeile als ein einziges Objekt anlegst: die App rechnet dann trotzdem mit plausiblen, einzelnen Schubladenmaßen statt mit unrealistisch großen Böden.

Klappen/Türen: Fügt eine zusätzliche Frontplatte hinzu – primär eine optische Andeutung, wie die Front später aussehen wird. Die Gewichtswirkung ist bewusst gering gehalten, da eine Tür nur wenig zusätzliches Material braucht.

Beide Regler findest du im Objekt-Editor als Zähler mit Plus-/Minus-Buttons unterhalb der Fachböden-Einstellung (Free-Version: je max. 1, mit Pro mehr). In der 2D-Vorschau und der 3D-Ansicht siehst du Schubladen und Türen als Trennlinien mit kleinen Griff-Markierungen an der Objekt-Front – die Anzahl der gezeichneten Linien entspricht immer genau der eingestellten Anzahl.

Große Seitentür und eigenes Tür-Material

Für eine einzelne, große, seitlich aufschwingende Tür – zum Beispiel die Tür einer eingebauten WC-Kabine – reicht die kleine, gestapelte Tür-Darstellung oben nicht aus. Sobald du mindestens eine Tür eingestellt hast, erscheint ein zusätzlicher Schalter "Große Seitentür". Aktivierst du ihn, wird daraus eine einzige, raumhohe Tür mit einer wählbaren Scharnierseite (links/rechts) – die Anzeige der einzelnen kleinen Türen/Schubladen verschwindet dabei (eine große Kabinentür ist immer die einzige Front). Der Schubladen-Zähler wird dabei komplett ausgeblendet und auf 0 zurückgesetzt – solange die große Seitentür aktiv ist, gibt es keine kleinen Schubladen mehr und sie fließen auch nicht mehr ins Gewicht ein. In der 2D-Vorschau siehst du dazu ein symbolisches Scharnier-/Schwenk-Symbol, in der 3D-Ansicht wird die Tür tatsächlich in der Breite geöffnet dargestellt, inklusive Schwenkbogen.

Unabhängig von der großen Seitentür kannst du für die sichtbare Front ein eigenes Material und eine eigene Materialstärke wählen – genau wie bei den Fachböden. Dieser Regler gilt gemeinsam für Türen UND Schubladen (klein gestapelt oder groß): In der Praxis werden Fronten meist aus derselben Blende gefertigt, damit ein Möbelstück einheitlich aussieht, egal ob dahinter eine Tür oder eine Schublade sitzt. Das ist realistisch, weil eine Front in der Praxis oft aus einem anderen (meist dünneren) Material besteht als der Rest des Möbelstücks, z. B. eine 12-mm-Sperrholzfront an einem Schrank aus 18-mm-Multiplex. Standardmäßig wird ohne eigene Wahl weiterhin dein Hauptmaterial in der bisherigen Stärke verwendet – keine Gewichtsänderung an bestehenden Plänen, bevor du den neuen Regler/Material-Picker aktiv nutzt.

Für den Schubladenkasten selbst – also die Seiten, den Boden und die Rückwand hinter der Front, nicht die Front selbst – gibt es einen eigenen, unabhängigen Regler "Material/Materialstärke (Schubladenkasten)". Das ist realistisch, weil der Kasten einer Schublade in der Praxis oft aus einfacherem, dünnerem Material gefertigt wird als die sichtbare Front (z. B. ein 8-mm-Sperrholzkasten hinter einer 15-mm-Massivholzfront). Auch hier gilt: Ohne eigene Wahl wird für den Kasten weiterhin dein Hauptmaterial in der bisherigen Wandstärke verwendet.


Eine einfache Eselsbrücke: Massivblock = ausgefüllter Block. Geschlossene Box = Kiste mit Deckel. Offene Box = Kiste ohne Deckel (vorne offen). Rahmen/Gestell (offen) = nur dünne Streben, alles dazwischen ist Luft. Rahmen/Gestell (geschlossen) = massive Wände, aber ohne Boden und Deckel. Platte = ein einzelnes liegendes Brett. Je weniger Material tatsächlich verbaut ist, desto leichter wird es gerechnet – und das ist auch in der Realität so.


8. Objekte verschieben, drehen, zoomen und bearbeiten

Maße-Inspektor

Sobald ein Objekt ausgewählt ist, erscheint links neben dem Fahrzeug ein kleiner Maße-Inspektor. Dort siehst du die genaue Position des Objekts (X/Y/Z) und kannst sie direkt eintippen. Das ist besonders hilfreich, wenn ein Objekt sehr klein ist und sich mit dem Finger kaum präzise verschieben lässt – hier kannst du den Wert einfach direkt eingeben.

Bezug/Abstand – ein Objekt exakt an einem anderen ausrichten

Sobald ein Objekt ausgewählt ist, findest du im Maße-Inspektor unten den runden, orangen „Ausrichten"-Button. Er blendet eine Leiste ein, mit der du dein Objekt exakt zu einem anderen ausrichten kannst – ideal, wenn zwei Möbelstücke bündig aneinanderstehen oder einen genauen Abstand zueinander haben sollen.

Gesperrte Objekte (🔒) und dachmontierte Objekte lassen sich über diese Leiste nicht verschieben – ihre Position bleibt geschützt.

Auswahl aufheben

Um die Auswahl eines Objekts aufzuheben, tippt du rechts unten auf den "Aufheben"-Button (erscheint sobald ein Objekt selektiert ist). Das Objekt bleibt an seiner Position, ist aber wieder abgewählt.

Zoomen und die Ansicht verschieben

Der Button „Fokus" (Vollbild-Symbol) in der Werkzeugleiste zoomt automatisch so, dass dein Fahrzeug optimal auf dem Bildschirm liegt. Erst danach kannst du:

Um den Zoom wieder zurückzusetzen, tippst du auf den Button rechts unten (erscheint während des Zoom-Modus).

Pro-Objekte: verschieben erlaubt, Bearbeiten gesperrt

Objekte mit Pro-Features – z. B. Baugruppen, Pro-Bauweisen oder eigene Materialien – kannst du auch ohne aktives Pro auswählen und frei verschieben. Beim Doppeltippen erscheint ein Hinweis: Bearbeiten (Maße, Material, Bauweise) erfordert Pro. Im Auswahl-Dialog erkennst du diese Objekte am kleinen 🔒-Symbol vor den Aktions-Buttons.


9. Der Auswahl-Dialog ("Wählen")

Wenn mehrere Möbelstücke übereinanderliegen oder eines durch ein anderes verdeckt ist, hilft dir der Button "Wählen". Er öffnet eine Liste aller Objekte – getrennt nach "Möbel & Objekte" und "Fahrzeugstruktur".

Pro Objekt in der Liste siehst du drei kleine Symbole:

Tippst du auf den Namen eines Objekts in der Liste, wird es ausgewählt und automatisch nach vorne geholt, damit du es bearbeiten kannst.

In diesem Dialog findest du außerdem den blauen Button "Zu einem Möbelstück zusammenfassen" – das führt direkt zum nächsten, größeren Thema:


10. Baugruppen – mehrere Teile zu einem Möbelstück zusammenfassen

🔒 Pro-Funktion: Baugruppen erstellen ist eine Pro-Funktion. Free-Nutzer sehen den Button im Auswahl-Dialog, er zeigt aber bei Antippen die Pro-Upgrade-Möglichkeit.

Was ist eine Baugruppe?

Stell dir vor, du baust einen Kleiderschrank aus zwei Teilen: dem Korpus (offene Box, da die Tür ja vor der Öffnung sitzt) und einer Tür (ein schlanker Massivblock – dazu in Kapitel 16 mehr). Bisher musstest du die beiden als zwei getrennte Objekte in der Liste führen. Mit einer Baugruppe kannst du sie zu einem einzigen Eintrag zusammenfassen – mit einem gemeinsamen Namen, einem gemeinsamen Gesamtgewicht und einem gemeinsamen Schwerpunkt. Trotzdem bleibt für die Materialliste/den TÜV-Bericht erhalten, aus welchem Material welcher einzelne Teil tatsächlich besteht.

Wichtig: Eine Baugruppe ändert nichts an der Berechnung – sie ist reine Übersicht. Das Gesamtgewicht der Baugruppe ist exakt die Summe der Gewichte ihrer Teile, vorher wie nachher.

Wie erstellst du eine Baugruppe? Schritt für Schritt

  1. Öffne den Auswahl-Dialog über den Button "Wählen".
  2. Tippe auf den blauen Button "Zu einem Möbelstück zusammenfassen". Ein kurzes Fenster erklärt dir, was jetzt passiert.
  3. Du befindest dich jetzt im Auswahl-Modus: Vor jedem Objekt (außer Fahrzeugstruktur – die lässt sich nicht gruppieren) erscheint eine Checkbox.
  4. Wähle mindestens 2 Objekte an, die zusammengehören sollen (z. B. Schrankkorpus + Tür).
  5. Tippe erneut auf den (jetzt unten stehenden) Button "Zu einem Möbelstück zusammenfassen (Anzahl)".
  6. Ein kleines Fenster fragt dich nach einem Namen für die neue Baugruppe – vorbelegt mit dem Namen des schwersten ausgewählten Teils. Du kannst den Namen direkt ändern oder einfach bestätigen.
  7. Fertig – aus den einzelnen Objekten ist jetzt ein gemeinsamer Eintrag geworden.

Eine komplett neue Baugruppe von Grund auf erstellen

Willst du eine Baugruppe bauen, ohne vorher einzelne Objekte im Plan zu platzieren, geht das über den Eintrag „Baugruppe erstellen" im Hinzufügen-Dialog (direkt über „Baugruppen-Vorlage wählen"). Das öffnet einen eigenen Vollbild-Editor, in dem du mit „+ Teil hinzufügen" nach und nach Teile ergänzt – genau wie im normalen Baugruppen-Editor stehen dir dort Anordnen, Drehen, Skalieren und die Bezug-/Abstandsanzeige zur Verfügung. Sobald mindestens 2 Teile vorhanden sind, tippe auf „Fertig".

Danach fragt dich ein Dialog, was mit der fertigen Baugruppe passieren soll – du kannst beide Optionen gleichzeitig auswählen:

Eigene Vorlagen kannst du dort auch wieder löschen (Papierkorb-Symbol neben dem Eintrag) – das betrifft nur die Vorlage selbst, bereits eingefügte Baugruppen im Plan bleiben unverändert.

Wie erkennst du eine Baugruppe im Plan?

In der Drauf- und Heckansicht zeigt eine Baugruppe weiterhin die echten Umrisse aller einzelnen Teile (nicht eine verschmolzene Einheitsform) – so siehst du z. B. bei "Bettplattform + Lattenrost" wirklich beide Formen. Zusätzlich klebt oben links ein kleines Schild mit ☑️-Symbol und dem Namen der Baugruppe, damit klar ist: Das hier gehört zusammen.

Eine Baugruppe bearbeiten

Doppeltippe auf die Baugruppe wie auf jedes andere Objekt. Es öffnet sich ein eigener Editor mit:

Eine Baugruppe wieder auflösen

Ganz unten im Baugruppen-Editor findest du den Button "Baugruppe auflösen". Damit werden alle Teile wieder zu einzelnen, eigenständigen Objekten in deiner Liste – das Gesamtgewicht bleibt exakt gleich, es wird nur wieder aufgeteilt. Das ist nützlich, wenn du dich umentscheidest oder ein Teil doch wieder separat bewegen möchtest.

Eine Baugruppe um 90° drehen

Oben im Baugruppen-Editor findest du den Dreh-Button (Symbol mit Gradzahl, z. B. „90°"). Jeder Tipp dreht die komplette Baugruppe um eine weitere Vierteldrehung (0°→90°→180°→270°→0°), dabei behalten alle enthaltenen Teile ihre Anordnung zueinander bei – nur die Ausrichtung im Raum ändert sich. Das Gesamtgewicht bleibt unverändert. Die Drehung wirkt sich korrekt in der 2D-Ansicht, der Kollisionsprüfung, im PDF-Export und in der 3D-Ansicht aus.

Eine Baugruppe skalieren (Gesamtgröße)

Direkt unter dem Dreh-Button findest du einen Regler für die Gesamtgröße der Baugruppe, dazu links und rechts zwei Plus-/Minus-Knöpfe für 5-%-Schritte. Der Regler zeigt die aktuelle Größe in Prozent (z. B. „120 %") und deckt 50–200 % ab – die Baugruppe kann also höchstens auf das Doppelte wachsen oder auf die Hälfte schrumpfen, zusätzlich begrenzt auf die Maße deines aktuellen Fahrzeugs (die Baugruppe kann nicht größer als die Ladefläche werden). Es gibt bewusst KEINE getrennten Regler für Breite/Länge/Höhe – alle drei Achsen wachsen oder schrumpfen immer gemeinsam im gleichen Verhältnis, damit die Proportionen der Teile zueinander exakt erhalten bleiben (unabhängiges Skalieren einzelner Achsen konnte sonst dazu führen, dass zuvor passende Teile nicht mehr zusammenpassen, z. B. ein rundes Teil neben einem eckigen). Während du den Regler ziehst, siehst du die Änderung sofort in der Ansicht dahinter.

Beim Skalieren wird das Gewicht jedes Teils neu berechnet: Massive oder plattenbasierte Teile werden schwerer bzw. leichter, die Wandstärke bleibt dabei aber immer gleich (eine 15-mm-Platte bleibt 15 mm, egal wie groß der Schrank wird). Geräte mit festem Gewicht (Kühlschrank, Toilette, Tank, Batterie) skalieren standardmäßig ganz normal mit – nur ihr Gewicht bleibt immer der reale Katalogwert, unabhängig von ihrer gezeichneten Größe. Willst du, dass ein bestimmtes Gerät seine reale Größe behält (nur seine Position verschiebt sich dann mit der wachsenden Baugruppe), findest du im Teil-Editor den Schalter „Größe beim Skalieren beibehalten" (nur bei Geräten mit festem Gewicht sichtbar) – aktivierst du ihn, erscheint neben dem Gerätenamen in der Teile-Liste zusätzlich ein kleines Schloss-Symbol.

Vorgefertigte Baugruppen-Vorlagen

🔒 Pro-Funktion: Die Baugruppen-Bibliothek ist nur in Pro verfügbar.

Statt eine Baugruppe von Grund auf selbst zu bauen, kannst du aus 27 vorgefertigten Möbel-Baugruppen wählen – direkt aus den offiziellen VanLogic-Ausbauvorlagen.

Du findest sie im Menü unter „Baugruppen-Vorlage wählen". Die Bibliothek ist in drei Kategorien aufgeteilt:

Jede Vorlage zeigt dir bereits die skalierten Maße für deinen Van – die Baugruppe wird beim Einfügen proportional auf die Breite und Länge deines Laderaums angepasst. Die Höhe bleibt dabei unverändert (Deckenhöhe ist fahrzeugspezifisch).

Wichtig: Vorgefertigte Baugruppen zählen als Pro-Objekte. Wenn du dein Pro-Abo später nicht verlängerst, bleiben sie sichtbar und berechenbar – du kannst sie aber nicht mehr bearbeiten, bis Pro wieder aktiv ist.


11. Gewicht, Achslast und Schwerpunkt verstehen

Unten im Bildschirm siehst du dauerhaft ein Panel mit den wichtigsten Werten:

Die Faustregel: Schwere Dinge (Wassertank, Batterie) so weit unten und so mittig wie möglich platzieren. Leichte Dinge (Kleiderschrank-Inhalt, Bettzeug) dürfen auch mal weiter oben oder hinten liegen.

Die Werte sind farbig markiert (grün = in Ordnung, gelb/rot = Problem). Verschiebe einfach Objekte, bis alle Werte wieder im grünen Bereich sind – das passiert in Echtzeit, du musst nichts neu berechnen lassen.


12. Die 3D-Vorschau

Über den Ansichts-Wechsler kannst du von der 2D-Drauf-/Heckansicht in eine 3D-Ansicht wechseln. Dort siehst du dein Fahrzeug inklusive aller eingebauten Möbel räumlich.

Die 3D-Vorschau zeigt automatisch unterschiedliche Karosserie-Formen je nach gewähltem Fahrzeug-Modell (z. B. sieht ein Ducato anders aus als ein Crafter), damit du dich optisch wiederfindest. Baugruppen werden auch hier mit den echten Konturen ihrer Einzelteile dargestellt, nicht als verschmolzener Klotz.

🔒 Pro-Funktion: In der kostenlosen Version zeigt die 3D-Vorschau ein festes Beispielprojekt (Showcase) anstelle deines eigenen – sobald du Pro freischaltest, siehst du dort dein echtes, eigenes Projekt.

Realistisch oder Röntgen: durch Möbel hindurchsehen

Über dem 3D-Bild kannst du zwischen zwei Ansichtsmodi wählen:

Baugruppen explodieren: Einzelteile auseinanderziehen

Enthält dein Plan mindestens eine Baugruppe (siehe Kapitel 10), erscheint darunter eine Auswahl-Leiste mit allen Baugruppen deines Projekts (zum seitlichen Durchscrollen, falls mehr vorhanden sind, als auf den Bildschirm passen – ein Pfeil zeigt an, wenn noch weitere folgen).

3D-Bauansicht direkt aus dem Objekt-Editor

Beim Bearbeiten eines Möbelstücks (oder einer Baugruppe) findest du an der kleinen Vorschau-Skizze bzw. im Kopfbereich des Baugruppen-Editors ein 3D-Symbol. Ein Tipp darauf öffnet eine fokussierte 3D-Ansicht nur dieses einen Objekts:

Diese fokussierte Ansicht ist wie die 3D-Vorschau eine Pro-Funktion.

Beschriftungen: Möbel direkt in 3D benennen

Über den Button „Beschriftungen" unten rechts im 3D-Bild blendest du kleine Namensschilder über deinen Möbeln ein (ein kurzer Tipp-Hinweis macht beim ersten Mal darauf aufmerksam, verschwindet danach von selbst).

Ist die Funktion aktiv, kannst du zusätzlich einzeln wählen, was angezeigt wird:

In der fokussierten 3D-Bauansicht (siehe oben) passt sich die Auswahl automatisch an: Bei einer einzelnen Baugruppe wird nur „Baugruppen-Teile" angeboten (es gibt ja nur dieses eine Top-Level-Objekt), bei einem einzelnen Eigenbau-Objekt ohne Teile nur „Top-Level-Objekte".


13. Speichern, Exportieren, Importieren

Dein Projekt wird automatisch auf deinem Gerät gespeichert – du musst nichts manuell sichern.

🔒 Pro-Funktion: Wenn du dein Projekt zusätzlich sichern, auf ein anderes Gerät übertragen oder mit jemandem teilen willst, kannst du es als Datei (Endung .vanlogic) exportieren und später wieder importieren. Beim Import prüft die App automatisch, ob die Datei mit deiner App-Version kompatibel ist.


14. Material- und TÜV-Bericht

🔒 Pro-Funktion

Die App kann auf Knopfdruck zwei verschiedene Berichte erstellen. Du findest sie im Menü über "PDF Export" (für den TÜV-/Gutachter-Bericht als PDF) und "Materialliste" (für den Materialbericht als PDF oder CSV):

Materialbericht (PDF oder CSV)

Der Materialbericht listet alle verbauten Materialien gruppiert nach Kategorie (z. B. Holz, Metall, Dämmstoffe) auf. Für jedes Material siehst du:

Bei Baugruppen wird automatisch wieder jedes einzelne Teil mit seinem eigenen Material aufgeführt – die Baugruppen-Zusammenfassung betrifft nur die Übersicht im Plan, nicht den Materialbericht.

Der Bericht steht als PDF (zum Ausdrucken oder Weiterschicken) und als CSV (für Tabellenprogramme wie Excel, z. B. zur Erstellung einer Einkaufsliste) zur Verfügung.

TÜV-/Gutachter-Bericht (PDF)

Dieser Bericht ist darauf ausgelegt, bei einer amtlichen Fahrzeug-Abnahme (TÜV, DEKRA, Gutachter) als Nachweis vorzulegen. Er enthält:

Hinweis: Dieser Bericht ist ein Hilfsmittel und ersetzt keine offizielle Berechnung durch einen Sachverständigen. Er kann aber als Grundlage und Gesprächsunterlage dienen.


15. Eigene Materialien, Komponenten und Kategorien erstellen

🔒 Pro-Funktion

Die hinterlegten Materialien und Komponenten reichen dir nicht? Du kannst dir eigene anlegen – erkennbar am kleinen Schloss-Symbol für Free-Nutzer.

Ein eigenes Material erstellen (für "Eigenbau")

Öffne in der Materialauswahl eines Eigenbau-Objekts das "+", um ein neues Material anzulegen (oder tippe auf das Stift-Symbol bei einem bestehenden eigenen Material, um es zu bearbeiten). Du legst fest:

Eine eigene Komponente erstellen (für fertig gekaufte Geräte)

Für Komponenten gibt es einen eigenen, bewusst einfacheren Dialog – hier ist die Dichte-Option weggelassen, weil ein fertig gekauftes Gerät immer ein festes, bekanntes Gewicht hat: Du gibst nur Name und Gewicht (kg) ein, fertig. Auch hier kannst du bestehende eigene Komponenten über das Stift-Symbol nachträglich bearbeiten oder über das Mülltonnen-Symbol löschen.

Eigene Kategorien

Sowohl bei Materialien als auch bei Komponenten kannst du dir zusätzlich eigene Kategorien anlegen, um deine eigenen Einträge sinnvoll zu sortieren (z. B. eine eigene Kategorie "Eigenbau-Spezial" oder "Solar-Zubehör"). Das geht über den Kategorie-Dialog direkt in der jeweiligen Auswahlliste – dort kannst du Kategorien anlegen, umbenennen oder wieder löschen. Lösche eine Kategorie, bleiben die Materialien/Komponenten darin trotzdem erhalten, sie werden dann nur nicht mehr dieser Kategorie zugeordnet angezeigt.


16. Rückgängig / Wiederholen (Undo/Redo)

Oben in der Werkzeugleiste findest du zwei Pfeil-Symbole:

Ist gerade nichts zum Zurücknehmen bzw. Wiederherstellen vorhanden, ist das jeweilige Symbol ausgegraut und lässt sich nicht antippen. Sobald du nach einem "Rückgängig" etwas Neues änderst, geht die Möglichkeit zum "Wiederholen" verloren (das ist normales Verhalten, wie du es aus anderen Programmen kennst).


17. Selbstbau – alle Situationen, alle Möbel, Schritt für Schritt

Das ist das wichtigste Kapitel für alle, die Möbel selbst bauen. Hier erfährst du, wie du jedes typische Van-Möbelstück korrekt in der App nachbaust – mit den richtigen Bauweisen, der richtigen Positionierung und wann eine Baugruppe Sinn macht.


Das Grundprinzip: Was bedeuten Breite, Länge und Höhe?

Einmal verstehen – nie wieder verwirren lassen:

In VanLogic sind die drei Maße klar definiert:

In der Draufsicht (von oben gesehen) siehst du immer: Breite × Länge (den Grundriss – wie ein Bauplan).

In der Heckansicht (von hinten gesehen) siehst du: Breite × Höhe.

Das Wichtigste: Du kannst kein Objekt kippen oder auf die Seite legen. Alle Objekte stehen immer aufrecht. Die Höhe zeigt immer nach oben. Das bedeutet:

Das führt zu einem wichtigen Trick für senkrechte Platten:


Der Schlüssel-Trick: Senkrechte Platten (Tür, Wand, Regalseite)

Das Problem: "Einfache Platte" rechnet immer als liegende Fläche (Breite × Länge als Grundriss). Das stimmt für einen Regalboden oder eine Tischplatte. Für eine stehende Tür oder Seitenwand ist es falsch – die Platte würde dann riesig im Grundriss erscheinen und ein falsches Gewicht haben.

Die Lösung: Massivblock mit sehr geringer Länge.

Stelle dir eine Schranktür vor: 80 cm breit, 200 cm hoch, 2 cm dick (Materialstärke). So trägst du sie in VanLogic ein:

Feld Wert Erklärung
Bauweise Massivblock Tür ist solides Material durch und durch
Breite 80 cm Türbreite – korrekt
Länge 2 cm Türdicke – das ist der Trick!
Höhe 200 cm Türhöhe – korrekt

Warum Massivblock? Eine Tür ist von einer Seite bis zur anderen Seite solides Material. Die Formel Breite × Länge × Höhe ergibt: 80 × 2 × 200 = 32.000 cm³ – exakt das richtige Volumen, exakt das richtige Gewicht. ✓

Was siehst du im Plan? - Draufsicht: Ein hauchdünner 80 × 2 cm Streifen – korrekt, das ist der Fußabdruck der Tür von oben. ✓ - Heckansicht: Ein 80 × 200 cm Rechteck – die volle Türfläche. ✓ - 3D: Ein dünner aufrechter Block – sieht aus wie eine Tür. ✓

Diesen Trick verwendest du für alle senkrechten Bauteile:

Bauteil Bauweise Länge = Höhe =
Schranktür Massivblock Türdicke (z.B. 2 cm) Türhöhe (z.B. 200 cm)
Schubladenfront Massivblock Frontdicke (z.B. 1.8 cm) Schubladenhöhe
Seitenwand eines Regals Massivblock Brettdicke (z.B. 1.8 cm) Regalhöhe
Rückwand eines Schranks Massivblock Rückwanddicke (z.B. 0.8 cm) Schranktiefe → als "Breite" eintragen!
Trennwand (Raumteiler) Massivblock Wanddicke (z.B. 1.2 cm) Wandhöhe
Schiebetür Massivblock Türdicke (z.B. 2 cm) Türhöhe
Verkleidungsplatte Massivblock Plattendicke (z.B. 0.8 cm) Verkleidungshöhe

Hinweis zur Rückwand: Eine Rückwand, die entlang der Fahrzeugbreite läuft, brauchst du gedanklich "umdrehen": Ihre "Breite" in der App ist die Fahrzeugbreite, ihre "Länge" ist die Wanddicke, ihre "Höhe" ist die echte Wandhöhe. Das Prinzip ist identisch.


Wann welche Bauweise?

Schnelle Übersicht für alle Situationen im Van-Ausbau:

Situation Bauweise Hinweis
Massiver Klotz, Tritt, Abstandshalter Massivblock
Senkrechte Platte: Tür, Wand, Regalseite Massivblock Länge = Materialdicke
Liegende Platte: Regalboden, Tischplatte, Sitzfläche Einfache Platte Wandstärke = Materialdicke
Geschlossener Kasten / Kiste mit Deckel Geschlossene Box
Schrankkorpus, Staukasten (vorne offen) Offene Box (Pro) "offen" = kein Deckel
Korpus mit Lattengestell + dünner Beplankung (Gewicht sparen) Rahmen + Beplankung (Pro) Ständerwerk trägt, dünne Außenhaut – meistgenutzte Bauweise im echten Vanbau
Bettgestell, Kistensockel (massive Seiten) Rahmen/Gestell (geschlossen) (Pro) Massive Wände, kein Boden/Deckel
Schlankes Regalgestell, Baugerüst (nur Streben) Rahmen/Gestell (offen) (Pro) Nur dünne Streben
Schrank unter Dachschräge Abgeschrägte Box (Pro) + Dachtiefe angeben
Individuelle Anzahl gleicher Platten Benutzerdefiniert (Pro) Stückzahl × Platte

Möbel 1: Kleiderschrank

Ein Kleiderschrank besteht aus Korpus + Tür → Baugruppe.

Teil 1 – Schrankkorpus: - Bauweise: Offene Box (Pro) — vorne offen, dort kommt die Tür - Breite = 80 cm, Länge = 60 cm, Höhe = 200 cm - Wandstärke = 18 mm (Multiplex-Stärke) - Montagehöhe = 0 (steht auf dem Boden)

Teil 2 – Tür: - Bauweise: Massivblock — senkrechte Platte, Länge = Türdicke - Breite = 80 cm, Länge = 2 cm, Höhe = 200 cm - Montagehöhe = 0 - Positionierung: direkt vor dem Korpus (Länge des Korpus = 60 cm → Tür-Position Y = 0, Korpus beginnt bei Y = 2 cm, oder Tür an Heck-Seite des Korpus bei Y = 60 cm)

Noch realistischer – „Große Seitentür" direkt am Korpus: Eine Kleiderschranktür ist genau der Anwendungsfall dieser Funktion – eine große, seitlich aufschwingende Tür. Stelle am Korpus-Objekt „Klappen/Türen" auf 1 und aktiviere den Schalter „Große Seitentür (z. B. WC-Kabine)" (+ „Scharnierseite" links/rechts) – die App zeigt dann eine echte Schwenktür samt Schwenkbogen in 3D, und Teil 2 (separate Massivblock-Tür + Baugruppe) entfällt komplett.

Baugruppe bilden: Beide im "Wählen"-Dialog auswählen → zusammenfassen → Name "Kleiderschrank"

Sonderfall Schiebetür: Statt vor dem Korpus positionierst du die Tür seitlich versetzt (Breite = 80 cm, Länge = 2 cm, seitlich auf Schiene). Für Planungszwecke reicht es, die Tür in Endposition zu modellieren.

Sonderfall 2 Türen: Zwei Türen anlegen, jede halb so breit (40 cm), jeweils links und rechts positioniert.

Vereinfachte Alternative (Tür direkt am Objekt): Statt einer separaten Massivblock-Tür + Baugruppe kannst du am Korpus-Objekt auch direkt 1 Klappe/Tür einstellen (Feld „Klappen/Türen" im Bauweise-Bereich, bei Offene Box/Geschlossene Box/Rahmen + Beplankung/Abgeschrägte Box verfügbar) – kein zweites Bauteil nötig, die App zeigt automatisch eine Front-Andeutung in 2D/3D und rechnet das Gewicht mit. Der Baugruppen-Weg mit eigenem Türteil bleibt sinnvoll, wenn du die Tür individuell positionieren oder z. B. als Schiebetür seitlich versetzen willst.


Möbel 2: Hängeschrank (wandmontiert, erhöht)

Wie Kleiderschrank, aber mit angehobener Montagehöhe:

Teil 1 – Korpus: - Offene Box, z. B. Breite = 60 cm, Länge = 30 cm, Höhe = 40 cm - Montagehöhe = 150 cm (hängt 150 cm hoch, unter der Decke)

Teil 2 – Tür: - Massivblock, Breite = 60 cm, Länge = 2 cm, Höhe = 40 cm, gleiche Montagehöhe

Einfacher – Tür als Klappe direkt am Objekt: Statt eines separaten Massivblock-Türteils kannst du am Korpus-Objekt auch direkt 1 Klappe/Tür einstellen (Feld „Klappen/Türen") – kein zweites Bauteil, kein Baugruppen-Schritt nötig, die App zeigt automatisch eine Front-Andeutung und rechnet das Gewicht mit.

Wichtig: Die App kann Hängeschränke nur als "in der Luft schwebende" Objekte darstellen – das Wandmaterial trägt ja kein eigenes Gewicht in deiner Planung. Das ist korrekt: Der Hängeschrank hängt an der Fahrzeugwand, die nicht eingerechnet wird.


Möbel 3: Bett (Rahmen geschlossen + Liegefläche + Lattenrost)

Teil 1 – Bettrahmen: - Bauweise: Rahmen/Gestell (geschlossen) (Pro) — massive Seitenteile, kein offenes Gestell (das wäre zu dünn für ein echtes Bettgestell, siehe Kapitel 7) - Breite = 140 cm, Länge = 200 cm, Höhe = 30 cm - Wandstärke = 44 mm (Stärke der Holzbalken)

Teil 2 – Liegefläche (Bettplattform): - Bauweise: Einfache Platte — liegendes Brett - Breite = 140 cm, Länge = 200 cm, Wandstärke = 18 mm - Montagehöhe = 30 cm (Oberkante des Rahmens) → oder "liegt auf: Bettrahmen"

Teil 3 – Lattenrost (optional): - Bauweise: Rahmen/Gestell (geschlossen) (Pro) — auch der Lattenrost-Rahmen hat massive Seitenleisten, kein offenes Gestell - Gleiche Maße wie Liegefläche, Höhe = 8 cm - Montagehöhe = 30 cm (liegt auf der Plattform oder ersetzt sie)

Baugruppe: Alle Teile → "Bett"


Möbel 4: Bettkasten (Bett mit Stauraum darunter)

Viele Van-Betten haben einen Staukasten darunter:

Teil 1 – Staukasten: - Bauweise: Offene Box (Pro) — oben offen (hier liegt das Bett drauf) - Breite = 140 cm, Länge = 200 cm, Höhe = 40 cm

Teil 2 – Liegefläche: - Bauweise: Einfache Platte - Montagehöhe = 40 cm → "liegt auf: Staukasten"

Teil 3 – optional: Bettrahmen (wenn Bettgestell zusätzlich zum Staukasten): - Rahmen/Gestell (geschlossen), Höhe = 5 cm, auf der Liegefläche

Baugruppe: Staukasten + Liegefläche → "Bett mit Stauraum"


Möbel 5: Küchenzeile (Unterschrank + Arbeitsplatte)

Teil 1 – Unterschrank: - Bauweise: Offene Box (Pro) — vorne offen (Schubladen/Türen) - Breite = 120 cm, Länge = 60 cm, Höhe = 85 cm

Leichter bauen (meistgenutzte Bauweise im echten Vanbau): Statt Offene Box kannst du den Unterschrank auch als Rahmen + Beplankung (Pro) bauen – ein dünnes Ständerwerk trägt, eine dünne Außenhaut beplankt das Ganze, das spart gegenüber durchgehender Wandstärke Gewicht (Formel/Details siehe Kapitel 7).

Teil 2 – Arbeitsplatte: - Bauweise: Einfache Platte — liegendes Brett - Breite = 124 cm (etwas breiter, Überhang), Länge = 62 cm - Wandstärke = 38 mm (typische Arbeitsplattendicke) - Montagehöhe = 85 cm → "liegt auf: Unterschrank"

Baugruppe: "Küchenzeile"

Erweiterung Spüle: Eine Spüle ist eine Komponente (festes Gewicht aus dem Datenblatt) – separat eintragen und mit der Küchenzeile zur Baugruppe hinzufügen.

Erweiterung Hängeschrank über der Küche: Wie Möbel 2 (Hängeschrank), separat anlegen oder zur Küchenzeilen-Baugruppe hinzufügen.

Schubladen direkt am Objekt: Für einen realistischen Küchen-Unterschrank stellst du am Unterschrank-Objekt selbst z. B. 2–3 Schubladen ein (Feld „Schubladen") – die App zeichnet automatisch Frontlinien und Griffe in 2D/3D und rechnet Fronten/Böden ins Gewicht mit ein. Ein eigenes Bauteil pro Schublade ist dafür nicht nötig.


Möbel 6: Sitzbank mit Stauraum

Teil 1 – Staukasten: - Bauweise: Offene Box (Pro) — oben offen - Breite = 120 cm, Länge = 50 cm, Höhe = 45 cm

Teil 2 – Sitzfläche: - Bauweise: Einfache Platte - Breite = 120 cm, Länge = 50 cm, Wandstärke = 18 mm - Montagehöhe = 45 cm → "liegt auf: Staukasten"

Baugruppe: "Sitzbank"

Hinweis: Polster/Sitzkissen → als Komponente mit festem Gewicht, oder als Massivblock mit der Dichte von Schaumstoff/Polstermaterial.


Möbel 7: Regalwand

Ansatz A – Einfach (Rahmen mit Fachböden): - Bauweise: Rahmen/Gestell (offen) (Pro) - Breite = 80 cm, Länge = 30 cm, Höhe = 180 cm - Fachböden: z. B. 3 (die App addiert 3 × Grundfläche × Wandstärke Holz) - Schnell und praktisch; im 3D-View siehst du das Gestell, die Böden sind rechnerisch drin

Ansatz B – Exakt (jedes Teil einzeln, Baugruppe):

Seitenteile sind senkrechte Platten → Massivblock: - 2× Seitenwand: Bauweise Massivblock, Breite = 1.8 cm, Länge = 30 cm, Höhe = 180 cm — links und rechts positionieren - 3× Regalboden: Bauweise Einfache Platte, Breite = 76.4 cm (Innenmaß), Länge = 30 cm, Wandstärke = 18 mm — auf Höhe 60 cm, 110 cm, 160 cm - Optional: Rückwand: Massivblock, Breite = 80 cm, Länge = 0.6 cm, Höhe = 180 cm (dünne Rückwand, z. B. 6 mm HDF)

Alle Teile → Baugruppe "Regalwand"


Möbel 8: Tisch (Tischplatte + Beine)

Teil 1 – Tischplatte: - Bauweise: Einfache Platte - Breite = 120 cm, Länge = 60 cm, Wandstärke = 25 mm - Montagehöhe = 72 cm (Tischhöhe)

Teil 2–5 – Tischbeine: 4 Beine als Massivblock, dünn! - Bauweise: Massivblock - Breite = 6 cm, Länge = 6 cm, Höhe = 72 cm - Je an den vier Ecken positionieren

Baugruppe: "Tisch"

Klapptisch: Ein Klapptisch steht entweder klappt oder liegt eingeklappt. Für die Planung trage ihn in der aufgeklappten Position ein – das zeigt dir, ob er in den Raum passt. Eingeklappt nimmt er kaum Platz weg, muss also nicht separat eingetragen werden.


Möbel 9: Trennwand / Raumteiler

Eine senkrechte Wand zwischen zwei Bereichen (z. B. Schlaf- und Küchenbereich):

In der Draufsicht erscheint sie als dünner Querstreifen. ✓

Türöffnung in der Trennwand: Modelliere zwei Teilstücke links und rechts der Öffnung (statt einer durchgehenden Wand), jedes als Massivblock mit angepasster Breite.


Möbel 10: Bodenaufbau / Dielenboden

Der Fahrzeugboden (Holzunterbau, Isolierung, Dielenboden) ist typischerweise flächig und liegt:

Isolierung: - Bauweise: Einfache Platte - Breite = Fahrzeuginnenbreite, Länge = Laderaumlänge, Wandstärke = Isolierdicke (z. B. 25 mm Armaflex) - Montagehöhe = 0

Dielenboden: - Bauweise: Einfache Platte - Gleiches Grundmaß, Wandstärke = Dielendicke (z. B. 12 mm) - Montagehöhe = Isolierdicke (liegt auf der Isolierung)

Baugruppe: "Bodenaufbau"

Tipp: Radkästen ausklammern. Da der Boden um die Radkästen herumgeführt wird, ist die Fläche in Wirklichkeit etwas kleiner als Gesamtbreite × Gesamtlänge. Für die Gewichtsplanung ist die Näherung aber ausreichend genau.


Möbel 11: Wandverkleidung / Innenverkleidung

Wandverkleidungen sind senkrechte Platten (Seitenverkleidung rechts, links, Heck):

Für jede Wand ein eigenes Objekt als Massivblock: - Seitenverkleidung links/rechts: Breite = Länge der Ladezone, Länge = Wanddicke (z. B. 1.2 cm), Höhe = Innenraumhöhe - Heckverkleidung: Breite = Fahrzeugbreite innen, Länge = Wanddicke (z. B. 1.2 cm), Höhe = Innenraumhöhe

Alle drei → Baugruppe "Wandverkleidung"

Alternative Bauweise, wenn das Lattengestell mitgewogen werden soll: In der Praxis wird Wandverkleidung oft als Lattengestell (Konterlattung) mit dünner Beplankung gebaut. Willst du das Gewicht des Gestells nicht vernachlässigen, sondern mitrechnen, nutze statt Massivblock die Bauweise Rahmen + Beplankung (Pro) (Formel/Details siehe Kapitel 7) und trage bei „Länge" die Gesamttiefe von Gestell + Beplankung ein (z. B. 3 cm statt 1,2 cm für die reine Platte).


Möbel 12: Deckenverkleidung / Dachausbau

Deckenverkleidungen liegen horizontal – aber an der Decke, also auf maximaler Montagehöhe:

Hinweis: Isolierung zwischen Dach und Verkleidung = weiteres Einfache-Platte-Objekt, gleiche Maße, geringere Wandstärke, etwas höhere Montagehöhe.

Alternative Bauweise: Wie bei der Wandverkleidung (Möbel 11) kannst du auch die Deckenverkleidung als Rahmen + Beplankung (Pro) bauen, wenn ein Lattengestell das Gewicht mitträgt – Details siehe Kapitel 7.


Möbel 13: Schrank unter Dachschräge

Wenn der Van zur Seite hin eine abfallende Dachkurve hat und ein Schrank unter dieser Schräge sitzt:

Die App berechnet das Gewicht der schrägen Flächen korrekt, und in der 3D-Vorschau siehst du das abgeschrägte Objekt.


Möbel 14: Hochbett / Dachbett

Ein Hochbett ist einfach ein Bett mit erhöhter Montagehöhe:

Baugruppe: Plattform + Stützkonstruktion → "Hochbett"


Möbel 15: Radkasten-Überbau

Wenn du über einem Radkasten baust (z. B. eine Sitzbank oder Staukasten, der um den Radkasten herum geht):

Option A – L-Form: - Wähle bei der Form "L-Form" statt "Rechteck" - Trage die Außenmaße plus die Einschnitt-Maße ein, so dass der L-förmige Grundriss um den Radkasten herumgeht - Bauweise: Offene Box oder Rahmen/Gestell (geschlossen) – je nach Konstruktion (massive Seitenwände meist geschlossen, dünnes Gestell eher offen)

Option B – Zwei Teile: - Zwei Rechteck-Objekte nebeneinander (links und rechts des Radkastens), die in der Draufsicht einen Bogen bilden - Baugruppe aus beiden Teilen

Kollision mit dem Radkasten: Die App zeigt einen roten Rahmen, wenn dein Objekt den Radkasten berührt (Pro). Das ist normal und oft gewollt – der Radkasten ist eben drin. Schau dir an, ob das in der Realität auch so passt.


Checkliste: Habe ich alles richtig gemacht?

Bevor du ein Möbelstück als erledigt markierst, kurz prüfen:


18. Teilen – Bauplan, Statistik und mehr

Über „Projekt teilen" im Haupt-Screen kannst du deinen Van-Ausbau auf vier verschiedene Arten teilen:


Bauplan teilen – und was dann passiert

Wenn du auf "Bauplan teilen" tippst, wird deine aktuelle Planung als .vanlogic-Datei exportiert und kann per WhatsApp, E-Mail, AirDrop oder jede andere App verschickt werden, die Dateianhänge unterstützt.

Was der Empfänger sieht – die Gast-Vorschau

Wenn der Empfänger diese Datei antippt, wird nicht sein eigenes Projekt überschrieben. Stattdessen öffnet sich eine Gast-Vorschau:

Sein eigenes Projekt bleibt dabei vollständig erhalten.

Importieren – wofür es das gibt und wo die Gefahr liegt

Möchte jemand deinen Bauplan nicht nur ansehen, sondern als Ausgangspunkt für seinen eigenen Ausbau weiternutzen, kann er ihn importieren. Dabei wird der Bauplan in sein eigenes Projekt übernommen und ist dann vollständig bearbeitbar.

Wofür gibt es den Import? Zwei Personen bauen denselben Fahrzeugtyp aus und einer möchte auf der Planung des anderen aufbauen. Oder du selbst hast einen Plan auf einem anderen Gerät erstellt und willst ihn auf diesem Gerät weiterbearbeiten.

Wo liegt die Gefahr? Der Import ersetzt dein aktuelles Projekt vollständig – ohne Rückgängig-Funktion. Was vorher in der App war, ist danach unwiederbringlich weg. Die App zeigt deshalb vor dem Import eine deutliche Warnung. Lies sie sorgfältig, bevor du bestätigst.

Tipp: Exportiere deinen eigenen Plan als .vanlogic-Datei, bevor du etwas importierst – dann hast du immer ein Backup.


Diese Hilfe wird laufend erweitert, wenn neue Funktionen dazukommen oder Rückmeldungen zeigen, was noch fehlt.

19. Häufige Fragen und Probleme

Wird noch ergänzt – die häufigsten Fragen sammeln sich erst im Laufe der Nutzung an.


20. Kurzes Wörterbuch der Begriffe

Begriff Bedeutung
Achslast Das Gewicht, das tatsächlich auf einer Achse (vorne/hinten) lastet. Gesetzlich begrenzt.
Zuladung Wie viel Gewicht insgesamt noch dazu darf, bis das zulässige Gesamtgewicht erreicht ist.
Schwerpunkt Der "Gewichts-Mittelpunkt" deines beladenen Fahrzeugs – wichtig für Fahrstabilität und Kippgefahr.
Bauweise Wie ein Eigenbau-Möbelstück konstruiert ist (massiv, Box, Rahmen, Platte, …) – bestimmt direkt, wie viel Material und damit Gewicht verbaut ist.
Komponente Ein fertig gekauftes Teil mit festem, bekanntem Gewicht (z. B. Kühlschrank). Kein berechnetes Gewicht.
Fahrzeugstruktur Feste, nicht veränderbare Teile des Fahrzeugs selbst (Radkasten, Säulen, Türen …). Blockiert Platz, hat kein eigenes Gewicht.
Baugruppe Mehrere einzelne Objekte, die zu einem gemeinsamen Möbelstück zusammengefasst wurden (ein Name, ein Gesamtgewicht), aber intern weiter aus ihren Einzelteilen bestehen.
Füllstand Bei Tanks: wie voll sie gerade sind (0–100 %) – wirkt sich direkt auf das Gewicht aus.
Montagehöhe Die Höhe der Unterkante eines Objekts über dem Fahrzeugboden (Z-Position).
"Liegt auf" Funktion, die die Montagehöhe eines Objekts automatisch auf die Oberkante eines anderen Objekts setzt.
TÜV-Bericht Ein zusammenfassender Bericht (PDF) über Gewicht, Achslasten und Schwerpunkt, gedacht zur Vorlage bei einer Abnahme.
Eigenes Material / eigene Komponente Von dir selbst angelegter Material- bzw. Komponenten-Eintrag (Pro), mit eigenem Namen, Gewicht (Dichte oder fest) und ggf. eigener Kategorie.
Undo/Redo Rückgängig (↩️) bzw. Wiederholen (↪️) der letzten Änderungen, bis zu 30 Schritte zurück.